Frieden in uns schaffen
Die Nachrichten aus aller Welt mit den zum Teil apokalyptischen Bilder von Feuer, Tod und Zerstörung erzeugen Angst, Wut und Verzweifelung. Sollen wir uns dem einfach so hingeben? Ist es Zeit, zu den “Waffen” zu greifen? Beides nicht: Schwarz vs. weiß – wer hat recht. Wer sind die Guten und wer die Bösen? Die eigenen Zweifel decken Schatten auf, die Dinge, die wir gerne in eine Ecke packen würden, oft mit dem Satz „Ich kümmere mich später darum.“ Doch „später“ ist jetzt, denn in dieser Zeit können wir wirklich nichts mehr aufschieben. Im Medizinrad der 4 Kräfte lehrt uns Otorongo (Mutter/Schwester Jaguar) den Weg des friedvollen Kriegers zu gehen. Wenn wir den Krieg in unserem Inneren in Frieden und Respekt verwandeln, dann bringen wir den Frieden auch ganz gezielt nach Außen. Dies ist vermutlich der größte Beitrag zum Weltfrieden, den wir leisten können! Sachamama, die Schlange, lehrt uns, unsere alte Haut abzustreifen, die alten, immer wiederkehrenden Themen, die bisher an uns zu kleben schienen. Durch unsere Absicht befreien wir uns von dieser zu eng gewordenen Haut, unseren Mustern, die uns immer wieder ins Leiden geführt hatten und die auch nicht durch kognitives Verstehen zu lösen waren.
Munay sonqo - von Herzen
Euer Michael
Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg - Mahatma Gandhi
Gebet an das Wasser
Ich werde das Leben akzeptieren. Als ich geboren wurde, habe ich alles akzeptiert, aber unbewusst.
Heute spüre ich es und sage: Ich möchte am Leben sein, bewusst, begrüße ich das Leben.
Was für dich wahr ist, muss nicht dasselbe für einen anderen sein. Schau dir die Menschen um dich herum an: Jeder ist ein Kosmos für sich. Jeder hat eine andere Lebenserfahrung gemacht. Warum also damit Zeit verschwenden, um herauszufinden, wer Recht hat und wer nicht? Was ist real und was nicht? Was jeder zu lehren hat, ist viel bedeutender.
Dem Weg vertrauen
Bei der Vorbereitung auf diesen Rundbrief stieß ich auf eine Geschichte von Ram Dass, die ich vor langer Zeit gelesen und dann auf dem Computer gespeichert hatte.
Ram Dass war auf der Suche in Indien als er noch Richard Alpert hieß und Psychologie-Professor an der Harvard Universität war – dies war bevor er den indischen Heiligen Neem Karoli Baba traf, der sein Guru wurde. Eines Tages wurde er ganz ängstlich, deprimiert, verärgert und er fragte sich, was er hier überhaupt macht. So fasste er den Entschluss den Ashram zu verlassen, in dem er nur herumsaß und versuchte auf das Nichts zu warten. Er begann über seine Zweifel zu sprechen und als er bereit war zu gehen, wollten sich ihm 25 andere anschließen, die mit ihm übereinstimmten darüber, dass sie alle die Nase voll hatten. Sie zogen übers Land, glücklich den Ashram hinter sich gelassen zu haben. Als die Sonne unterging wurden sie hungrig und Ram Dass sprach in einer Hütte eine alte Frau an und fragte sie, ob sie ein Abendessen zubereiten könne. „Ich bin froh, dass du gekommen bist, denn ich habe den ganzen Tag gekocht , weil mein Mann mir sagte, dass du kommen wirst und 25 Freunde mitbringst“, sagte sie.
Wenn wir unsere Reise fortsetzen verstehen wir, dass wir geführt und auf jedem Schritt umsorgt werden, aber nur wenn wir diesen geschäftigen Affen-Verstand ruhig stellen können, der rund um die Uhr gefüttert werden möchte. Wenn du deinen eigenen Weg des Wissens gehst, wird sich bei dir mehr und mehr ein VERTRAUEN in diesen Weg festigen.
Gehe zu einer Quelle und bitte sie zu sprudeln
Bild von Sabine Friedewald aus unserem Munay-Kartenset. 48 Orakel-Karten, die dir den Weg des friedvollen Kriegers zeigen. Siehe hier: Shop
Die Fische steht für die das neue Leben schaffende Kraft
Nach dem Winter können wir es alle spüren: Das neue Leben meldet sich zurück. Der herannahende Frühling tötet den Winter mit der goldenen Scheibe der bereits wieder machtvoll werdenden Sonne. Auch in die Bäume ist schon wieder das Wasser eingeschossen. Wasser ist Leben - wir alle kommen aus dem (Frucht)-Wasser der Mutter. In der Astrologie wurde diese Zeit symbolhaft mit dem Fisch assoziiert.
Im Kreislauf des Jahres stehen die Fische für das 12. und letzte Sternzeichen. In ihm scheinen sich noch einmal alle anderen Zeichen zu vereinen. Bevor es in einen neuen Zyklus geht, schauen wir noch einmal zurück, reinigen uns von dem Alten. Gefühlte Schuld- und Sühnegedanken hindern uns in den neuen Kreis zu springen. Nur wer Altes loslässt, kann wirklich frei sein. Das gilt auch und insbesonders für Glaubenssätze, Sichtweisen und Gedanken.
Baumpflanzaktion im heimischen Wald:
Der ehrenamtliche Dienst für eine Gemeinschaft zahlt sich aus. Motto: „Heute helfe ich dir, morgen hilfst du mir.“
Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht fällt
Vielleicht bist du auf deiner Reise auch schon an den Punkt gekommen, an dem du ins Straucheln gekommen bist. Es ist jedes Mal das Gefühl, wieder von vorne beginnen zu können. Widerstände sind ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg der Heldenreise. Solange es Möglichkeiten des Ausweichens gab, hast du gezögert. Letztlich sind wir eingeladen, die Schwelle, die vor uns liegt, zu überschreiten, um zum Kern vorzustoßen. Den Weg des verwundeten Heilers gehen die, die ausreichend eigene Verletzungen geheilt haben – um anderen damit von Nutzen sein zu können.
Erinnert sei hier an den Ausspruch des persischen Dichters Rumi (1207–1273):
„Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht fällt.“