Im Zeichen des Löwen: Die Kraft in dir

Zu sich selbst finden

Eine Heldenreise ist kein Wochenendseminar, sie kann ein Leben dauern. Die Heldenreise beschreibt eine Odyssee im Inneren und hat das Ziel, zu sich selbst zu finden.

Das Bedürfnis nach Schutz und ein Gefühl der Sicherheit sind sicherlich für die meisten von uns von großer Wichtigkeit. Leben wir doch in scheinbar zunehmend gefährlichen – aber auch kreativen Zeiten. Es gibt viele Feindseligkeiten auf der Welt – doch es kommt darauf an, wie wir damit umgehen. Wir alle streben nach Gerechtigkeit. Kraft ist die Eigenschaft, die wir dazu benötigen. Kraft und innere Stärke gewinne ich durch meine täglichen Übungen und Rituale. Du kannst die besten Schamanen des Universums dazu bringen, Zeremonien für dich durchzuführen, aber wenn dein Herz sich nicht ändern will, wird nichts passieren. Niemand außer dir kann dein Schicksal verändern, nicht einmal Gott, er ist der Vater, nicht der Boss. Nur du hast die Macht, dein Schicksal zu ändern. Dein Herz ist in der Tat der beste Schamane im Universum.

Die Macht ist nicht schlecht, sie ist nur dual, sie kann heilen oder töten

Wenn du aus Angst oder Unkenntnis auf deine eigene Macht verzichtest und andauernd Rechtfertigungen suchst, wirst du nicht die Kraft finden, wie ein Löwe zu kämpfen und deine Grundfreiheiten zu verteidigen. Du verurteilst dich dafür, deiner Bestimmung nicht zu folgen: Die Flügel zu öfnnen und ein wahrer Mensch zu werden.

König der Tiere

Der Löwe steht in vielen Kulturen für königliche Macht, Stärke, Mut und Sonnenkraft. Der Löwe verkörpert außerdem Herrschaft, Autorität und Adel; deshalb ist er eines der häufigsten Wappentiere. Herrscher wie der englische König Richard Löwenherz oder der sächsische Herzog Heinrich der Löwe trugen ihn in ihrem Namen.

Bild: Sabine Friedewald

Mit dem Löwen den Willen schärfen

Das Sternzeichen Löwe (22. Juli bis 23. August) entspricht dem fünften Abschnitt des Tierkreises (nach Widder, Stier, Zwillinge und Krebs). Oft begegnen uns hier sehr kraftvolle Menschen, die wissen, was sie wollen. Der Löwe steht für mich für die fünfte Entwicklungsstufe: In Siebenjahresschritten ausgedrückt die Zeit vom 28. bis 35. Lebensjahr. Dieser Löwe in dir kann sich jedoch nur entwickeln, wenn du in der Entwicklung nicht auf materieller Ebene stehengeblieben bist - wie es viele Männer wie Frauen tun, die im Mangel an Liebe, Vertrauen und seelischer Fülle gefangen sind.

Der Löwe steht letztendlich für eine besondere geistige Kraft, den Willen. Für die weitere Entwicklung braucht es jetzt nicht mehr nur allein die körperliche Kraft. Was uns hindert, uns weiter zu entwickweln, sind die eigenen Dämonen, Begierden und Schatten.

Der Kampf mit dem Löwen

Der griechische Held Herakles (lateinisch Herkules) war für seine Stärke bekannt. Auf seiner Heldenreise musste er zwölf Aufgaben bestehen. Gleich die erste dieser Aufgaben war die Erlegung eines furchteinflößenden Löwen Er schnürte ihm die Kehle zu, bis der Löwe erstickte. Dessen Fell trug er von nun an – es machte ihn nahezu unverwundbar.

Fünf Zeichen, die zeigen, dass du in deiner Kraft bist:

  1. Du spürst innere Ruhe statt Dauerdrama.

  2. Du kannst klare Grenzen setzen und Nein sagen, ohne dich schuldig zu fühlen.

  3. Du hörst auf deinen Körper und triffst intuitive Entscheidungen aus einem Körpergefühl (nicht aus dem Kopf).

  4. Du übernimmst Selbstverantwortung und verlässt die Opferrolle.

  5. Du folgst deiner Vision - egal was die anderen denken.

 

Der Löwe aus Stein

Der Sphinxs auf dem Pyramidenplateau in Gizeh (Ägypten) schaut genau nach Osten. Die größte Steinplastik der Welt besitzt den Körper eines Löwen und den Kopf eines Pharao und soll um 2500 vor der Zeitenwende erbaut worden sein. Ich bin mir jedoch sicher, dass der Kopf nicht zum Körper passt und nachträglich so modelliert wurde. Ursprünglich schaute ein Löwenkopf auf den Punkt des Sonnenaufgangs zu den Tag- und Nachtgleichen. Deshalb hatte ich mir beim Besuch der Pyramiden im Oktober 2019 einen Spielzeuglöwen in die Fototasche gepackt, nur um dieses Foto zu schießen – und um den Löwen wieder zurückzubringen.

Indigene Völker haben spezielle Riten und Einweihungen für Männer überliefert. Ich denke an die Masai-Krieger, die die jungen Männer hinaus zur Löwenjagd schickten – von der nicht alle heil zurückkamen. Wir können heute daran anknüpfen und daraus andere Formen des Mannseins entwickeln. Andere Wege, um in uns die Instinkte des Jägers und Sammlers zu würdigen. Wege, die nicht auf das Töten angewiesen sind.

 

Pachamama-Tag

In Peru feiern die Inka-Nachfahren in den Hochanden am 1. August Pachamama Raymi - auf deutsch das “Fest der Mutter Erde”. Es ist eine der wichtigsten Zeremonien in der Andenkultur mit der Absicht, Mutter Erde für alles zu danken, was sie uns gegeben hat.

Lugnasad: Erfüllung und Überfluss

Der August ist der Monat der Erfüllung und des Überflusses. Eine besondere Energie liegt oft in der Luft. So als würden die Energien des Himmels und der Erde miteinander tanzen. Diese Zeit ist nicht nur reich an Gewittern. Vielfach scheinen sich diese Energien aber auch auf furchtbare zerstörerische Art zu entladen, wie sich gerade auch zeigt.

Was wir gesät haben, ist daher noch nicht ganz im Trockenen.


Für die alten Bauernkulturen war die Zeit im August bis zum Einbringen der Ernte existentiell. Hagel, Unwetter, Dürre, Feuer und Schädlinge konnten den Ernteausfall und damit Hunger und Not bedeuten. Rituale und Jahresfeste des Dankes, des Nehmens und des Gebens gehörten daher fest zur Erntezeit dazu. So wurden die letzten Ähren auf dem Feld für die Göttin stehengelassen. Es gibt keinen Anfang und kein Ende. Alles Neue entsteht auf dem Boden des Alten, ist Glied einer endlosen Kette - so wie wir selber.

Im Ursprung ist Lugnasad ein uraltes Fes, das auf die Erdgöttin zurückgeht. Lug war bei den Kelten der lichtvolle, scheinende Gott. Odin bei den Germanen, Shiva (Indien), Kokopelli (Südwest-USA, Quetzalcoatl (Mexiko) sind trickreiche Götter. Sie sind Wohltäter, Possenreißer und Auflöser von Ordnung – so wie das Sommergewitter, dass kostbaren Regen, aber auch Zerstörung bringen kann.

Lammas: Das Fest der Schnitterin

Im Niederdeutschen heißt das Augustfest Lammas, bekannt auch als Schnitterfest, weil das Getreide geschnitten und das Korn eingebracht wird.

 

Mit Hexenkraut bezirzen

In den dichten Laubwäldern kannst du jetzt auf eine auf den ersten Blick unscheinbare Pflanze stoßen: das Hexenkraut. Der Gattungsname Circaea wird auf die Zauberin Circe aus der griechischen Mythologie zurückgeführt. Daraus leitet sich auch der Ausdruck „jemanden bezirzen“ im Sinne von bezaubern oder umgarnen ab.

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42: Die Zahl der Jungfrau

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Tierkreis spiegelt Wachstum